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Modul "HBV – Flachdecke"
Eingabedaten
Die Eingabe gliedert sich in:
- allgemeine Angaben zum Projekt bzw. zum betrachteten Bauteil
- Definition des statischen Systems
- Definition des Querschnittes
- Lastangaben
- Angabe der Brand- und Schwingungsparameter
Eine graphische Darstellung der Eingabedaten erfolgt auf der rechten Seite. Diese bietet eine schnelle Kontrollmöglichkeit.
Allgemeines
Im Bereich Allgemeines kann die Nutzungsklasse festgelegt werden. HBV-Elemente sind für die Nutzungsklassen 1 und 2 zugelassen.
- Nutzungsklasse 1: entspricht i.A. einer üblichen Wohnraumnutzung
- Nutzungsklasse 2: wird i.A. bei überdachten, offenen Bauwerken verwendet
Statisches System
In der vorliegenden Version kann ein Einfeldträger erstellt werden. Des Weiteren werden in diesem Eingabebereich die Auflagerbreiten und die Spannweite festgelegt.
Optionen
Querschnitt
Die Eingabe des Querschnitts unterteilt sich in den Holz- und Betonbauteil sowie die Definition der Verbindung.
Betonquerschnitt
Holzquerschnitt
Bei diesem Modul kann derzeit nur ein Brettsperrholzquerschnitt definiert werden. Die Eingabe erfolgt analog zu CLTdesigner.
verlinken
Verbindung
Lasten
Die Lasten sind unterteilt in Eigengewicht der Platte (g0,k), ständige Lasten (g1,k), Nutzlast (qk), Schneelast (sk) und Windlast (wk). Diese Unterteilung ist notwendig, um die Lastfallkombinationen automatisch durchführen zu können.
Das Eigengewicht der Platte wird automatisch berechnet. Die Berechnungsmethode kann in den Einstellungen verändert werden. Defaulteinstellung dafür ist die Berechnung nach ON B 1991-1-1. Hier wird mit einer Wichte von 5,5 kN/m³ für den Holzbauteil und für den Betonbauteil gerechnet.
Bei Eingabe der Nutzlast ist ebenso eine Kategorie auszuwählen:
- A: Wohnflächen
- B: Büroflächen
- C: Flächen mit Personenansammlungen (außer Kategorie A, B und D)
- D: Verkaufsflächen
- E: Lagerflächen
- F: Parkhäuser für leichte Fahrzeuge
- G: Parkhäuser
- H: Dachkonstruktionen
Bei der Eingabe der Schneelast ist eine Höhen- bzw. Länderangabe erforderlich:
- < 1000 m
- > 1000 m
- FIN, IS, N, S
Einzellasten können derzeit noch nicht eingegeben werden.
Brand
In der Karteikarte „Brand“ kann durch die Auswahl Brand oben und/oder Brand unten festgelegt werden, ob eine Brandbemessung erforderlich ist. Die Angabe der Branddauer erfolgt in Minuten und kann durch Drücken der Pfeile in 30-Minuten-Schritten oder durch Eingabe einer Minutenanzahl zwischen 0 und 240 geändert werden. Die Festlegung, ob ein Brandschutzsystem vorhanden ist, oder nicht, erfolgt über das Anhaken der Option "Brandschutzsystem". Des Weiteren ist die Lage ("oben" und/oder "unten") zu deklarieren und die Parameter tch, tf, k2 und k3 anzugeben. Für den Fall, dass die Versagenszeit der Brandschutzbekleidung gleich der Zeitdauer bis zum Beginn des Abbrandes des geschützten Bauteils ist, ist die Option "tf = tch" anzuhaken.
Im Fall eines benutzerdefinierten Querschnittes kann auch festgelegt werden, ob die Elemente mit einem hochtemperaturbeständigen Klebstoff verarbeitet sind und ob die einzelnen Schichten fugenfrei angeordnet bzw. seitenverklebt sind. Für die Auswahl der BSP-Produkte werden diese beiden Werte automatisch gesetzt und können auch nicht verändert werden.
Einige Produzenten bieten BSP-Elemente mit unterschiedlichen Klebstoffen an, daher ist bei diesen auch anstatt der Auswahl "Klebstoff hochtemperaturbeständig" die Auswahl der Klebstoffe möglich.
Die Werte kfire (Umrechnungsfaktor 20%-Fraktile) und d0 (Schichtdicke zur Berücksichtigung des Einflusses der Temperatureinwirkung) sind fix gesetzte Werte und somit nicht veränderbar. Die Abbrandrate ist abhängig von der Option fugenfrei oder seitenverklebt. Bei einem benutzerdefinierten Querschnitt kann dieser Wert aber geändert werden.
In manchen Zulassungen oder Bemessungsvorschlägen kommt es auch vor, dass ab der 2. Schicht mit einer anderen Abbrandrate gerechnet wird. Dies wird dann wie folgt angezeigt:
Schwingungen
Die Auswahl, ob ein Schwingungsnachweis durchgeführt werden soll, erfolgt in der Karteikarte „Schwingungen“.
Für den Schwingungsnachweis sind folgende Angaben von Bedeutung:
- Hohe oder normale Anforderung? Diese Auswahl hat Einfluss auf die Grenzwerte.
- Modaler Dämpfungsgrad
- Berücksichtigung der Estrichsteifigkeit
- Estrichstärke
- Elastizitätsmodul des Estrichs
- Lagerung (2-seitig oder 4-seitig)
- Raumbreite b quer zur Spannrichtung
Für den gewählten Querschnitt wird die wirksame Breite bw für das Steifigkeitskriterium angegeben.
Ergebnisse und Ausgabe
Aus den eingegebenen Lasten werden automatisch die Lastfallkombinationen erstellt. Die jeweiligen kmod- und kdef-Werte können aufgrund der Klassifizierung der Lasten automatisch ermittelt werden.
Querschnittswerte
In der Karteikarte „Querschnittswerte“ können die effektiven Steifigkeiten (abhängig von der gewählten Berechnungsmethode und dem jeweiligen Zeitpunkt) abgerufen werden.
Zusammenfassung der Ergebnisse
Eine Zusammenfassung der Nachweise kann in der Karteikarte Nachweise abgerufen werden. Dort werden die Ausnutzungsgrade der einzelnen Grenzzustände angegeben und farblich gekennzeichnet, ob der jeweilige Nachweis erfüllt (grün), nicht erfüllt (rot) oder ein genauerer Nachweis erforderlich (gelb) ist. Ebenso werden die Stellen der maximalen Ausnutzung und die maßgebende Kombination angegeben.
In den Karteikarten Spannungen Bruttoquerschnitt und Spannungen Nettoquerschnitt (Querschnitt bei den Kerven) werden die maßgebenden Spannungen aus dem ULS-Nachweis dargestellt.
In der Karteikarte Verformungen werden das verformte System zum Zeitpunkt t = 0 und t = ∞ dargestellt.
Unter der Karteikarte Details können die Schnittgrößen, Verformungen und Spannungen der einzelnen Anteile zu den verschiedenen Zeitpunkten angezeigt werden.
















